Caring Robots // Robotic Care

Vollzeit Doktoratsstelle (36 Monate, FWF) die sich mit der Gestaltung von technologischen Zukünften in der Pflege auseinandersetzt.

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In dem vom FWF geförderten #ConnectingMinds Projekt Caring Robots // Robotic Care ist eine Doktoratsstelle für Designer:innen verfügbar. Der Fokus der Stelle ist, gemeinsam mit pflegebedürfdigen Menschen, Pfleger:innen sowie anderen Stakeholdern, bedeutungsvolle Rollen für robotische Technologie für die reale Pflegepraxis zu finden und diese mit dem Team prototypisch umzusetzen.

Keywords: Human-Computer Interaction; Participatory Design; Critical / Speculative Design; Human-Robot Interaction

Übers Projekt

Der Einsatz von Robotern in der Pflege ist ein viel diskutiertes Zukunftsszenario, das unterschiedliche Erwartungen weckt. In den kommenden Jahrzehnten wird der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung in den Industriestaaten stark ansteigen. In diesem Zusammenhang besteht einerseits die Hoffnung, dass Roboter Menschen dabei unterstützen können, bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu führen. Andererseits ist der Ersatz von menschlichen Pflegekräften durch Roboter mit der Befürchtung verbunden, dass durch das Fehlen wichtiger menschlicher Kontakte pflegebedürftige Menschen zunehmend isoliert und ins soziale Abseits gedrängt werden. Dabei stellen sich die grundlegenden Fragen, für welche Tätigkeiten Roboter in der Pflege derzeit beziehungsweise in naher Zukunft zur Verfügung stehen werden.

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist es, die möglichen Rollen von Robotern und verwandten Technologien im komplexen Kontext der Pflege - mit einem Schwerpunkt auf mobiler Pflege - zu untersuchen. Dies erfordert die fächerübergreifende Untersuchung von Forschungsfragen aus den Bereichen der Robotik, Sozialwissenschaften und Informatik. Besonders wichtig ist die Einbeziehung von Personen und Institutionen aus der Praxis wie Pfleger:innen, Klient:innen, betroffenen Angehörigen, Interessensvertretungen, Pflegeheimen und politischen Entscheidungsträgern. Deren Erfahrungen und Anliegen werden in den Entwurf der technischen Lösungen maßgeblich einfließen. Im Rahmen des Projekts werden theoretische Konzepte entworfen, als Prototypen für spezielle Anwendungsfälle umgesetzt und in realen Umgebungen wie Pflegeheimen getestet. Schlussendlich soll konkret festgestellt werden, was aus der Sicht der Betroffenen einen wünschenswerten, gesellschaftlich sinnvollen und technisch machbaren Einsatz der Robotik in der Pflege ausmacht.

Das Projekt wird von einer Gruppe interdisziplinärer Forscher:innen, der Caritas Wien und dem Technischen Museum Wien durchgeführt: Prof. Sabine Köszegi (TU Wien, Labor Science, Project Coordinator), Prof. Margrit Gelautz (TU Wien, Computer Vision), Prof. Christopher Frauenberger (Partizipatives Design), Mag. Doris Kaiser (Caritas Wien, Head of Innovation in Care), Mag. Jürgen Öhlinger (Technisches Museum Wien, Public Education) Prof. Markus Vincze (TU Wien, Robotik), Dr. Astrid Weiss (TU Wien, Mensch-Roboter-Interaktion);

Das Profil

Wir suchen eine:n Designer:in/Forscher:in die im Rahmen des Projektes vor allem im Bereich Participatory Design tätig ist. Aufgaben umfassen:

  • Planung und Durchführung von Designworkshops im Kontext, e.g. in Pflegeheimen
  • Gestaltung von geeigneten Workshopmaterialien und Prototypen (mit dem technischen Team)
  • Wissenschaftliches Aufarbeiten dieser Feldstudien (Datenerhebung, qualitative/quantitative Analyse, Reporting)
  • Wissenschaftliche Publikationsarbeit
  • Aufbereitung und Kommunikation der Ergebnisse innerhalb des Projekts
  • Enge Kollaboration mit den anderen Forscher:innen im Projekt

Daraus ergeben sich einige zentrale Qualifikationen, nach denen wir Ausschau halten:

  • Designkompetenz - vor allem prozessorientiert und partizipativ
  • Hohe Sozialkompetenz im Umgang mit Teilnehmer:innen
  • Trans-disziplinäres Arbeiten
  • Wissbegierigkeit und Selbstständigkeit
  • Ein Master in einem relevanten Gebiet (Design, HCI ...)

Das Thema verlangt nach einem generellen Interesse für digitale Technologie und Robotik, es sind aber keine speziellen technischen Vorkenntnisse nötig, weil diese im Team abgebildet werden.

Die Stelle

Die Stelle ist innerhalb des Projekts über den FWF gefördert:

Key facts: 36 Monate, €2.237,60 brutto (14 mal im Jahr) für eine 30h/Woche Anstellung

Grundsätzlich ist der Arbeitsort Salzburg, die Partner und Kontexte in denen die Forschung stattfindet sind aber vorwiegend in Wien. Die genaue Ausgestaltung (Lebensmittelpunkt, Home-office, Dienstreisen etc.) der Anstellung wird im Rahmen der Bewerbungsgespräche gemeinsam definiert.

Bitte richten sie ihre Bewerbung mit einem Motivationsschreiben, einem CV und etwaigen zusätzlichen Informationen (Portfolio, Liste von Publikationen etc. Keine Referenzen) via email. Wir begrüßen insbesondere Bewerbungen von unter-repräsentierten Gruppen im Bereich der Gestaltung von digitaler Technologien.

Bewerbungsfrist: 14.2.2022

Gewünschte Startzeit: April 2022

Die Paris Lodron-Universität Salzburg strebt eine Erhöhung des Frauenanteils beim wissenschaftlichen und beim allgemeinen Universitätspersonal insbesondere in Leitungsfunktionen an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bei gleicher Qualifikation werden Frauen vorrangig aufgenommen. Personen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, die die geforderten Qualifikationskriterien erfüllen, werden ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert.

Das Center

Das Center for HCI ist eine Forschungsgruppe an der Universität Salzburg die in der Science City Itzling angesiedelt ist.

Die Gruppe ist sehr inter-disziplinär, mit Forscher:innen aus der Informatik, Psychologie, Soziologie, Philosophie und den Bildungswissenschaften. In Zeiten ohne Pandemie ist das Center ein lebendiger und sozialer Arbeitsort, mit gemeinsamen Räumen zum Essen, Kaffeetrinken und Plaudern. Im Center gibt es 3 Studios mit verschiedensten Ressourcen für Digital Creation / 3D Modelling, HCI prototyping (e.g., electronic workstation, eTextile workstation, tangible computing workstation) und einem Raum für Metal und Holzbearbeitung.

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Kontakt

Informelle Anfragen gerne an Prof Christopher Frauenberger